Johanna Schweizer / Projektkoordination Kultur

"Espace Sonore"
1. Kompositionswerkstatt in Gare du Nord, 2005

Gare du Nord, bekannt und etabliert als Aufführungsort für Konzerte und Musiktheaterproduktionen der zeitgenössischen Musik, beauftragte für ESPACE SONORE sechs junge KomponistInnen und KlangkünstlerInnen, für seine akustisch, atmosphärisch und historisch inspirierenden Räumlichkeiten im Badischen Bahnhof musikalische Werke zu entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt war, mit der Tradition konventioneller Auftragsvergabe zu brechen, und die KomponistInnen dazu aufzufordern, in konkreter Raumbezüglichkeit vor Ort zu arbeiten. Entstanden sind dabei höchst unterschiedliche Klangarbeiten von Wanja Aloe, Martin Jaggi, Isabel Klaus, Niki Neecke/Gilbert Engelhard und Chikashi Miyama, die ein weites Panorama zeitgenössischer Musik bieten und instrumentale und live-elektronische Kompositionen ebenso wie Multimedia-Arbeiten, Performances und Klanginstallationen beinhalten. Die Produktionsleitung stand künstlerisch und organisatorisch unterstützend zur Seite und verband die einzelnen Kompositionsprojekte durch einen gestalteten Rundgang zu einem Ganzen. In den Rundgang integriert wurde ein künstlerisch-performativer Vortrag zum Thema der Kompositionswerkstatt „Wenn Räume sprechen könnten“ von Dr. Peter Vittali sowie die künstlerisch-kulinarische Bar „Au fond sonore“. Der Abend ESPACE SONORE verstand sich als Beitrag zur Erforschung eines neuen Verhältnisses von Klangkonzepten und Raum. Die Örtlichkeiten des Gare du Nord wurden musikalisch zum Sprechen gebracht.

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